Modulanlage
An einem Clubabend im Jahre 1994 überlegten die Clubmitglieder, wie sich der Modellclub bei anderen Vereinen präsentieren könnte. Eine Idee war schnell geboren: Wir bauen eine transportable Eisenbahnanlage in der Spurweite H0! Auch über das Gleismaterial wurde man sich schnell einig – wir verwenden für unsere Anlage das Roco-Line-Gleis ohne Bettung. Als Gleisbettung kam das System der Firma Merkur aus Freiburg in Betracht. Danach mussten wir uns Gedanken über die Abmessungen der einzelnen Module machen. Dabei wurde schnell klar, dass die einzelnen Streckenmodule 1030 mm lang und 600 mm breit sein sollten. Die Länge ergibt sich hierbei aus einem G4-Gleis und zwei G1/4-Gleisen. Die Module sollten eine zweigleisige Strecke erhalten, sodass wir auch noch Landschaft auf den Segmenten verwirklichen konnten. Nun stellte sich die Frage: Fahren wir nur hin und her oder wie können wir die Züge wenden? Auch hier wurde schnell eine Lösung gefunden: Es werden zwei Wendeschleifen gebaut. Deren Gestaltung gestaltete sich anfangs jedoch etwas schwieriger. Deshalb wurden sie mehrfach um- oder neu gebaut, bis wir die beiden endgültigen Wendeschleifen fertiggestellt hatten.
Die Modulanlage des Modellclub besteht aus zwei Wendeschleifen mit einer Länge von je 3.560 mm, zehn Streckenmodulen von jeweils 1.030 mm Länge sowie einem weiteren Streckenmodul mit einer Länge von 1.500 mm. Der Bahnhof – nach dem historischen Vorbild des Bahnhofs Bühl (Baden) – setzt sich aus fünf Modulen zusammen und hat eine Gesamtlänge von 6.125 mm. Für abwechslungsreiche Streckenverläufe stehen vier Kurven mit einem engeren Radius sowie acht Kurven mit einem großzügigen Radius zur Verfügung. Zudem kann an eine der Wendeschleifen ein vierteiliger Schattenbahnhof angebaut werden, welcher die Außenmaße der Anlage nicht beeinflusst.
Durch dieses Konzept mit den unterschiedlichen Kurven und der Tatsache, dass jedes Streckenmodul an jedes andere Modul passt, sieht die Anlage bei Ausstellungen nie gleich aus. Wir können flexibel mit oder ohne Kurven aufbauen und müssen nicht alle Streckenmodule integrieren. Dadurch lässt sich die Anlage perfekt an die vorgegebene Ausstellungsfläche anpassen. Auch ein Aufbau mit oder ohne Bahnhof ist problemlos möglich. Ursprünglich wurde die Modulanlage mit einer analogen Blocksteuerung ausgestattet, mittlerweile können wir sie jedoch auch komplett digital betreiben.
Auf der Seite Aufbaubeispiele finden Sie verschiedene Varianten, wie wir die Modulanlage aufbauen können – inklusive aller Abmessungen der einzelnen Beispiele. Alle Maße sind in Millimetern angegeben.
Haben wir Ihr Interesse geweckt?